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Thema: Kunst

 

   Die Kunst als Sichtfenster in eine andere Welt!

Kunst, als ein menschliches Kulturprodukt, ist ein kreativer Schaffensprozess, welcher seit der Aufklärung, das heißt dem Zeitraum zwischen 1715 und 1789, vor allem unter den Ausdrucksformen der „schönen Künste“ in die Gedankenwelt des Betrachters projiziert wurde. Zwar verweist die Namensherkunft des Begriffes Kunst, nämlich das griechische Wort techne, auf die menschliche Tätigkeit an sich, was durch das Können der Handwerker speziell zur vorsokratischen Zeit als Grundlage der Trennung von naturgegebenen Dingen sowie menschlichen, also künstlich hergestellten Erzeugnissen, diente. Dabei beißt sich bekanntlich der Hund jedoch selbst in den Schwanz, wenn davon ausgegangen wird, dass es sich bei jedem geistigen Entwurf des Menschen um einen natürlichen Prozess handelt.

    Quelle: https://pixabay.com

 

Wie wir letztendlich die Welt sehen, kommt in Platons Höhlengleichnis letztendlich sehr gut zum Ausdruck. Das im Zentrum seiner erkenntnistheoretischen Grundlagenforschung stehende Problem beschreibt die menschliche Erfahrungswelt, welche nur als unzureichend angenommen werden kann. Im Mittelpunkt des Geschehens sitzen vereinfacht Menschen in einer reizreduzierten Umgebung in Form einer Höhle und nehmen ihre Umwelt, welche als Schatten und Echo an die Höhlenwand projiziert wird, nur unzureichend beziehungsweise unvollständig wahr und halten diese Realität schlussendlich für ihre eigene Wirklichkeit. Die eingeschränkte Sichtweise lässt sich somit einerseits auf äußere Faktoren, wie eine kleine Lichtöffnung rückführen, welche – schau mal da – durch eine viel größere Öffnung ein ganz anderes Umgebungsbild erzeugen kann. Dass eine äußere Erfahrungswelt jedoch auch durch unsere körpereigenen Sinne mitgestaltet wird, werden wir bei Fehlsichtigkeit des Auges gewahr.

   Kunst als Vermittlerin des Unaussprechlichen!

Die Kunst als Vermittlerin des Unaussprechlichen, so wie es Goethe einst bemerkte, wird somit seit der Aufklärung in die Ausdrucksformen der bildenden Kunst (z.B. die klassischen Gattungen Malerei, Bildhauerei und Architektur), der Musik, der Literatur (Epik, Dramatik, Lyrik) sowie der darstellenden Kunst des Theaters, Tanzes und Films eingeordnet. Die Frage, welches Alleinstellungsmerkmal der Kunst somit zugeordnet werden kann, endete schlussendlich mit dem Zitat Andy Warhols und der Daseinsberechtigung alltäglicher Gegenstände in der Pop-Art, welche aus einem Werbefetischismus heraus den Satz „Alles wird Kunst sein, und nichts wird Kunst sein, weil alles, wie ich glaube, schön ist.“ zum Mittelpunkt heutiger Kunstvorstellungen machte. Dass dies im Grunde genommen einen Rückschritt in vorsokratische Zeiten bedeutet und das aufklärerische Gedankengut somit ad acta gelegt hat, war diesen Künstlern wahrscheinlich nicht bewusst. So verwies der bekannte Aktionskünstler Joseph Beuys auf die Absage der Kunst als Werkbegriff im Kontext der allgemeinen Auffassung: "Alles ist Kunst, jeder ist ein Künstler" und zieht die Geltendmachung, also die Aktion in den Mittelpunkt des Diskurses. In diesem Zusammenhang verstünde sich somit alles als Kunst, wenn es in einem Museum ausgestellt wird. Die Kunst an sich erhält hiermit somit nur noch den Abklatsch des Alltäglichen beziehungsweise des Protestes oder Ähnlichem und lässt das Unaussprechliche, wie es einst Goethe definierte, gekonnt außen vor.

   Im bewegten Bewusstseinszustand – die Kreativität des Flows!

Dass etwas Unerklärliches nicht einfach beiseite getan werden kann, zeigt die Öffnung der Wissenschaften in den Bereichen der Bewusstseinsforschung. Der Mensch, welcher seine Umgebung sowohl bewusst als auch unbewusst wahrzunehmen weiß, kann bei der Anfertigung eines Kunstwerkes einen meditativen Bewusstseinszustand hervorrufen, der mit einer kontinuierlichen Fließbewegung in Verbindung gebracht werden kann. Dieses auch als Flow – zu deutsch im Fluss sein – bekannte Ausführungsphänomen begann mit der Einführung der abstrakten Kunst, speziell mit den Action Paintings Jackson Pollocks. Die als Dripping Technik bekannte Maltechnik bedient sich dabei sowohl dem Bewusstem als auch Unbewusstem. Laut eigenen Aussagen Pollocks inspirierten ihn die Sandbilder der Navajo Indianer.

Das die Fokussierung auf ein bestimmtes Objekt, welches zudem einen bestimmten Rhythmus innehat, zu tranceähnlichen Zuständen führt, werden wir ebenfalls in der Traumdiagnostik gewahr. Mit der sogenannten Trauminkubation können im Wachzustand Fragen und Probleme vor dem Schlafen gehen inkubiert werden, um im Traum daraufhin eine Antwort anhand von Traumbildern zu erhalten. Die Welt des Surrealen wurde so mit der Kunstepoche des Surrealismus in der Kunst verwirklicht. Die Ähnlichkeit beider Vorgänge ist wahrscheinlich der Grund, warum die Kunst schlussendlich überhaupt existiert: Um sich die eigenen Neurosen von der Seele zu malen, zu schreiben oder zu tanzen.

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2020 Bert H. Deiters
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Stand: 14. Mai 2020. Alle Rechte vorbehalten.