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 Kleinkredit, Minikredit, Dispokredit

Kleinkredite für geringen Finanzbedarf: Empfiehlt sich das?

Gewöhnlich vergeben Banken ein Darlehen ab einem Volumen von 1.000 Euro. Für die meisten Institute lohnen sich die Kredite ansonsten nicht, der Aufwand für die Bearbeitung würde den Ertrag übersteigen. Mittlerweile gibt es vermehrt Möglichkeiten, auch niedrigere Summen zu finanzieren. Einige Online-Dienstleister haben sich darauf spezialisiert, manche Banken ziehen nach.

Keine allgemeingültige Definition für Minikredite

Die Begriffe Minikredit oder Kleinkredit finden für unterschiedliche Kreditbeträge Anwendung, es mangelt an einer klaren Definition. Viele verstehen Darlehen in der Höhe von 1.000 oder 2.000 Euro als Kleinkredit. Bei solchen Beträgen treffen Verbraucher auf eine breite Auswahl. Die Mehrzahl der Banken offeriert Ratenkredite mit solchen Summen. Anders sieht es aus, wenn jemand mit Minikredit eine Finanzierung zwischen 50 Euro und mehreren hundert Euro meint. Bei den meisten Instituten haben Verbraucher keine Chance, sie benötigen einen Kleinkredit im engen Sinne. Bei diesen Darlehen handelt es sich häufig um Kurzzeitkredite. Kreditnehmer zahlen den Betrag innerhalb weniger Monate zurück, teilweise in kurzen Zeitspannen von einem bis zwei Monaten. Davon unterscheiden sich Kleinkredite mit etwas längeren Laufzeiten. Es ist bei einigen Anbietern zum Beispiel möglich, einen Kredit über 800 in zwölf Monatsraten zurückzuzahlen.

Online-Dienstleister revolutionieren den Markt

Wie in anderen Bereichen des Finanzwesens haben Start-ups beim Thema Minikredit die entscheidende Rolle gespielt. Junge Unternehmen wie der deutsche Dienstleister Vexcash haben das Potenzial an Kleinkrediten erkannt und sind gezielt in diese Marktlücke gestoßen. Angesichts des großen Erfolgs engagieren sich inzwischen auch Banken in diesem Bereich, als Beispiel verdient das Online-Institut Targobank Erwähnung. Sowohl die Online-Firmen als auch die Direktbanken haben gegenüber klassischen Banken einen bedeutenden Vorteil: Sie wickeln die Finanzierung über das Web ab, es fallen kaum Bearbeitungskosten an. Entsprechend können sie es sich leisten, Kleinkredite ab 50 oder 100 Euro zu vergeben.

Liberale Kreditvergabe

Ein weiterer Vorteil bei diesen Kleinkrediten besteht darin, dass die Kreditgeber Kunden mit schlechter Bonität akzeptieren. Bei gewöhnlichen Krediten prüfen Banken intensiv die Schufa-Datei und fordern Einkommensnachweise. So wollen sie die Ausfallwahrscheinlichkeit reduzieren. Da die möglichen Verluste bei einem Minikredit deutlich geringer sind, zeigen sich die Anbieter weniger streng. Sie kontrollieren zwar die Bonität, legen aber liberalere Maßstäbe an. Manche verzichten beispielsweise komplett auf einen Einkommensnachweis und lehnen eine Anfrage nur ab, wenn sich in der Schufa-Datei ein besonders negativer Eintrag findet.

Auswahl des Anbieters und Antrag

Verbraucher sollten nicht den nächstbesten Dienstleister wählen, sondern sämtliche möglichen Anbieter miteinander vergleichen. Zuerst fragt sich, ob ein Unternehmen die gewünschte Kreditsumme überhaupt gewährt. Dafür empfiehlt sich ein Blick auf die Minimal- und die Maximalsumme. Im zweiten Schritt sollten Interessierte die Konditionen beachten. Folgende zwei Punkte verdienen Aufmerksamkeit:

- der Zinssatz: Kleinkredite zeichnen sich meist durch höhere Zinsen im Vergleich zu gewöhnlichen Darlehen aus. Zwischen den Anbietern existieren große Unterschiede, die Bandbreite reicht von akzeptablen Kosten bis hin zu sehr hohen Zinssätzen.
- Zusatzkosten: Einige Dienstleister berechnen extra Gebühren. Das kann der Fall sein, wenn Kunden den Kleinkredit nicht zeitnah mit einer Überweisung tilgen und stattdessen in Raten zahlen wollen. Diese Gebühren können das Darlehen erheblich verteuern.

Der Dispokredit als Alternative

Wer für einen kurzen Zeitraum einen überschaubaren Finanzbedarf hat, kann alternativ einen Dispokredit nutzen. Banken stellen auf dem Girokonto einen Überziehungsrahmen zur Verfügung, den Kunden flexibel teilweise oder vollständig ausschöpfen können. Zinsen fallen ausschließlich dann an, wenn sich das Konto im Minus befindet. Die Dispozinsen sind zwar meist hoch, durch die tägliche Zinsberechnung relativiert sich das jedoch. Gleichen Verbraucher ihr Konto bald wieder aus, halten sich die Kosten in engen Grenzen. In vielen Fällen erweist sich der Dispo im Vergleich zu Kleinkrediten als bessere Lösung, da er sich leichter handhaben lässt und bei kurzzeitigen Überziehungen die Kosten niedriger liegen. Es besteht aber die Gefahr, dauerhaft in den roten Zahlen zu stehen und sich zu überschulden. Zusätzlich verweigern Banken vielen Kunden einen Dispo aufgrund fehlender Kreditwürdigkeit. Zahlreiche Institute setzen ein festes Einkommen voraus.

Kleinkredite eignen sich für den Notfall

Ein Minikredit erweist sich für einige Verbraucher als wertvolle Unterstützung bei vorübergehender finanzieller Not. Sie können kleine Beträge aufnehmen, auch wenn sie keine gute Bonität aufweisen. Alle anderen sollten für solche Fälle lieber den praktischen und flexibleren Dispokredit vorziehen.

 

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2017 Bert H. Deiters
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Stand: 07. September 2017. Alle Rechte vorbehalten.