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Thema: Aktien

 

   Aktien: Investieren mit Strategie statt blinde Spekulation

Der EZB-Leitzins verharrt seit geraumer Zeit bei 0 Prozent. Eine Bewegung ist nicht in Sicht. Für Anleger bedeutet dies besonders niedrige Zinsen auf Tagesgeld und Festgeld. Dafür sind Raten- und Baukredite günstig wie nie. Die Verlockung ist daher groß, in spekulativere Anlagen zu investieren, um höhere Renditen zu erzielen. Ein Aktien-Investment scheint vielversprechend zu sein. Nachdem Kredite günstig sind, überlegt der ein oder andere, seinen Aktienkauf auf Pump zu finanzieren. Dabei ignorieren Anleger oft die vorhandenen Risiken.

    Quelle: https://pixabay.com

   Aktienkauf nur mit verfügbarem Kapital

Ein Aktienkauf erinnert bei einigen Anlegern an ein Glücksspiel. Sie investieren blind in Aktien. Zur historischen Entwicklung der Aktie und zu Zukunftsprognosen wissen sie wenig. Der Reiz liegt im Risiko, da die Gewinnchancen hoch sind. Wer genügend "Spielgeld" zur Verfügung hat, mag das Risiko mit dem verbundenen Nervenkitzel eingehen. Der eher konservative Anleger wird auf diese Weise weder reich noch glücklich. Aktien eignen sich nicht als kurzfristige Geldanlage, sie sind als Investment zu sehen. Wer nicht als Nervenbündel enden möchte, verschafft sich zunächst einen Überblick, wie viel Kapital zur Verfügung steht. Dafür eignen sich beispielsweise verschiedene Apps, wie Monefy, Cash Check oder MoneyControl. Einnahmen und Ausgaben können in Kategorien erfasst und übersichtlich grafisch dargestellt werden. Sparpotenzial sowie frei verfügbares Geld erkennt der Nutzer auf einen Blick. Das verfügbare Kapital für ein Aktien-Investment ist identifiziert. Nun geht es an die richtige Anlagestrategie, um langfristig Geld zu verdienen.

   Aktien-Investment mit Plan

Ein guter Plan ist das halbe Ziel. Der Einstieg in den Börsenhandel bedarf einer guten Vorbereitung. Hilfreich ist dabei, die Erwartungen der Realität anzupassen. Der Aktienhandel eignet sich kaum, um schnell viel Geld zu verdienen. Hohe Renditen sind in der Regel eine Frage der Zeit und des Wissens, wie der Aktienmarkt funktioniert. Für sicherheitsbewusste Anleger, die sich kaum auskennen, eignet sich ein Einstieg über einen Aktienfonds. Dabei gilt für Aktien dasselbe wie bei herkömmlichen Geldanlagen: je sicherer die Anlage, umso niedriger die Rendite. Wer die ganze Rendite für sich allein möchte, braucht eine Strategie. Der Klassiker ist die breite Risikostreuung. Dennoch gilt auch hier: ohne jegliches Wissen zu investieren, führt nicht zum Erfolg. Spezialisierte Plattformen helfen, sich ein Basiswissen anzueignen. Auf diese Weise lernt der künftige Anleger, das Potenzial von Aktien zu beurteilen und rationale Entscheidungen zu treffen.

   Aktienhandel: kühlen Kopf bewahren

Aktienhandel bedeutet, nicht unter Zeitdruck zu investieren und auf den schnellen Gewinn aus zu sein. Zahlreiche unvorhersehbare Ereignisse können den Aktienkurs beeinflussen – positiv wie negativ. Als Aktienbesitzer genügt es, Aktienkurse regelmäßig zu kontrollieren. Täglich wie gebannt vor den Börsennachrichten zu sitzen und bei fallenden Kursen in Panik zu geraten, führt zu falschen Entscheidungen. Bei einem temporären Kursverlust heißt es, einen kühlen Kopf zu bewahren. Aktien zu verkaufen, bedeutet, den Verlust zu realisieren. Es genügt völlig, sich selbst ein Ziel zu setzen, wie viel die Aktie maximal verlieren darf. Oft liegt im Kursverlust wiederum eine Chance. Der Aktionär kann seinen Aktienbestand günstig aufstocken. Auf lange Sicht relativiert sich bei den meisten Aktien der Kursverlust wieder. Wichtig ist immer, den Überblick zu behalten. Dazu braucht der Hobby-Aktionär keine teure Software. Zur Wertpapierverwaltung genügt schon Excel. Mit Basis-Wissen, Erfahrung und dem nötigen Quäntchen Glück wird dann vielleicht aus dem Hobby-Aktionär ein erfolgreicher Portfolio-Manager.

Siehe auch:

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Übersicht über Kursdatenanbieter ("data vendor")

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Komplexe Kurse: Was beeinflusst die Preise am Finanzmarkt?

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Zins-Futures

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Bitcoin und Börse: Das sind die elementarsten Unterschiede

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Möglichkeiten langfristig Geld anzulegen

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2020 Bert H. Deiters
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Stand: 15. Oktober 2020. Alle Rechte vorbehalten.